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Rainbow at Trinco
Tsunami
Jahrestag – Eine Kulturaktion Schweiz-Sri Lanka
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Bildgalerie hier |
Eine
DVD zu «Rainbow at Trinco» ist erhältlich. (Vorerst
nur englische Version)
Eine kleine Kostprobe (Englisch) aus dem Film
kann hier abgerufen
werden.
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da das Herunterladen je nach Modem seine Zeit benötigt! Der
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Wenn Sie den Film bestellen wollen, klicken Sie bitte hier.
Trincomalee, die Hafenstadt im Nordosten Sri Lankas. Es
ist der 26. Dezember 2005. An diesem hellen, frischen Morgen herrscht
hier eine beklemmende Stille, die Strassen sind leer, Militärs
patrouillieren an Kreuzungen. Heute wird der Tsunami-Jahrestag begangen.
Vor einem Jahr wurden an den Küsten des Indischen Ozeans Hunderttausende
Menschenleben durch eine enorme Flutwelle ausgelöscht; Millionen
verloren Angehörige, ihr Zuhause und ihren Lebensunterhalt. Allein
in Sri Lanka starben 35'000 Menschen, eine halbe Million wurde innert
Stunden obdachlos.
Heute gedenken das Land und die Welt der Opfer;
die Aufmerksamkeit der Medien und Öffentlichkeit ist ganz
auf die offizielle Gedenkfeier in Galle, im Süden des
Landes, gerichtet. In starkem Kontrast dazu: lange Reihen von
Umbul Umbul Fahnen erinnern am Strand in der Hafenbucht von
Trinco an die Tsunami-Opfer dieser Region.
Die Fahnen tragen mit dem Wind die vielen
Wünsche
über das Meer hinaus in die Welt – ein Zeichen der Hoffnung
für die Überlebenden. Bemalt und aufgestellt wurden die
Fahnen in gemeinsamer Aktion von Tsunami-Betroffenen und Mitarbeitenden
zahlreicher Hilfsorganisationen, von Kindern und Erwachsenen, Laien
und Künstlern, Tamilen und Singhalesen, Hindus und Buddhisten,
Christen und Moslems – von Menschen, die in ihrem Alltag seit
einem Jahr unmittelbar mit den Folgen der Flutkatastrophe konfrontiert
sind.
Auch wenn die Antwort auf die zerstörerische Flutwelle eine
weltweite Solidaritätswelle war, ist der Wiederaufbau
noch längst nicht abgeschlossen. Viele Betroffene, gerade
in und um Trinco, stehen nach wie vor mit leeren Händen
da. Sie leben in rund 50 provisorischen Lagern - ohne eigenes
Zuhause, ohne Arbeit. Allein die Tatsache, dass sich zahlreiche
Engagierte in verschiedenen Initiativen und Projekten um sie
kümmern, liess bisher ihre Hoffnung auf eine Rückkehr
zur «Normalität» nicht schwinden.
Die Aktion «Rainbow at Trinco» ist ein
partnerschaftliches Projekt, das dieser Hoffnung und
den weiterhin dringend nötigen Hilfsmassnahmen Auftrieb
geben will. Das Rainbow Project und CENT, ein Zusammenschluss
von 40 Hilfswerken in Trinco, demonstrieren mit diesem Jahrestag,
dass noch viel zu tun ist, bis alle Tsunami-Überlebenden
ihr Schicksal wieder selber in die Hand nehmen können.
CENT steht für «Community Empowerment Network Trincomalee» (Netzwerk
für die Stärkung der Gemeinschaft) und hat im vergangenen
Jahr zahlreiche Projekte koordiniert. Das Schwergewicht von
CENT liegt auf der psychosozialen Rehabilitation Betroffener,
die unter den traumatischen Erlebnissen der Flutkatastrophe
leiden.
Das Jahrestagsprogramm, zu dem eine Baumpflanzaktion,
das traditionelle Anzünden von Öllampen, eine Fotoausstellung
und ein abschliessendes öffentliches Konzert gehören,
wird vom schwelenden Konflikt der Bürgerkriegsparteien überschattet:
Erschiessungen, Streikaufrufe, politische Demonstrationen in
Trinco lassen «Rainbow at Trinco» zwischen Weihnacht
und Neujahr zu einem Risikospiel werden. Trotz dieser bedrohlichen
Situation mobilisiert CENT Hunderte von Menschen, die mit den
Umbul Umbul Fahnen durch die Stadt ziehen, begleitet von einer
Kinder-Musikgruppe und von Hilfswerk-Fahrzeugen.
«Die Unterstützung für die Tsunami-Opfer soll nicht
in einem neuen Bürgerkrieg untergehen. Wir wollen uns nicht
dem Diktat einzelner Interessengruppen beugen. Es darf nicht sein,
dass immer noch so viele Tsunami-Opfer ohne eigenes Zuhause sind.»
Die Umbul Umbul Fahnen werden schliesslich
am 31. Dezember am offenen Meer noch einmal aufgestellt und
gehen dann mit den Teilnehmenden zurück an ihre Herkunftsorte:
in die vielen Lager, in die Hilfswerkszentren, zu den Freiwilligen.
Dort stehen sie als farben- und hoffnungsfrohes Zeichen einer
Partnerschaft, die Mut macht und neue Kräfte für
den Wiederaufbau mobilisiert.
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